Weiterbildung zur

Facherzieher*in für Krippen- und Kleinstkindpädagogik

Für unsere Jüngsten nur die Besten!

Der Bedarf an kindgerechten Angeboten in der außerfamiliären Bildung, Erziehung und Betreuung für Kinder unter drei Jahren wird kontinuierlich steigen. Um die Qualität beim Ausbau von Krippenplätzen oder alterserweiterten Kindergartengruppen verbindlich und nachhaltig zu garantieren, erhält die fachliche Qualifizierung der Mitarbeiter-innen und Mitarbeiter in den Einrichtungen einen besonderen Stellenwert.

Im Rahmen der Weiterbildung zur Facherzieherin / Facherzieher für Krippen- und Kleinstkindpädagogik erhalten Sie einen fundierten und praxisnahen Einblick in die aktuellen Erkenntnisse der Forschung und Methodenpraxis für die pädagogische Arbeit mit Kindern in den ersten drei Lebensjahren. Mit den sieben Modulen bieten wir durchdachte Lösungsansätze und Praxisanregungen, um die bereits vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kindergarten und Krippe zu stärken.

Umfang der Weiterbildung:
7 Fortbildungseinheiten (insgesamt 16 Fortbildungstage)

Zugangsvoraussetzung:
Abgeschlossene Berufsausbildung in einem pädagogischen Beruf nach § 7 des Kindertagesbetreuungsgesetzes (KiTaG)

Die nächste Weiterbildung startet im November 2022.
Hier finden Sie alle INFORMATIONEN UND ANMELDEUNTERLAGEN pdfK24_INFORMATIONEN.pdf

K24 startet im November 2022 - Anmeldungen 

Modul 1 
Grundlagen der Krippenpädagogik

  • Aktuelle Erkenntnisse der entwicklungspsychologischen und neurobiologischen Forschung für Kleinstkinder
  • Bedeutung der Bindungstheorie, der Bindungsqualität und deren Einfluss auf die kindliche Entwicklung
  • Professionelle Responsivität: was bedeutet Achtsamkeit und feinfühlige Zuwendung im Alltag?
  • Pädagogische Grundhaltung in der Unterstützung und Herausforderung von frühkindlichen (Selbst)Bildungsprozessen 

Referentin: Renate Bölstler, Erzieherin, Dipl. Sozialpädagogin, Ausbildung in der Personzentrierten Kinder- und Jugendlichentherapie, Supervisorin

Modul 2 
Beobachten und Verstehen

  • Beobachtungsverfahren in der Arbeit mit Kleinstkindern
  • Entwicklungspsychologische Grundlagen für die Altersgruppe bis 3 Jahre
  • Entwicklungsspezifische Bedürfnisse verstehen und Kompetenzen erkennen
  • Professionelle Begleitung und Unterstützung von Bildungs- und Entwicklungsschritten
  • Bildungsprozesse sichtbar machen und dokumentieren

Referentin: Renate Bölstler

Modul 3 
Gestaltung einer achtsamen Beziehung im gelebten Alltag

  • Zeit zu Zweit – zur besonderen Bedeutung einer beziehungsvollen Pädagogik
  • Emotional sensible Zeiten individueller Beziehungspflege
    • Wickelsituationen
    • Schlafen und Ruhen
    • Essen mit Genuss
  • Spielraum für Bewegung 
    • die freie Bewegungsentwicklung des Kindes
    • wie kann autonome Bewegungsentwicklung ermöglicht werden
    • eine anregende Umgebung gestalten, praktische Tipps

Referentin: Barbara Angelé, Sondererzieherin, Montessori-Pädagogin, Weiterbildungen am Pikler-Institut Budapest, Trainerin für Kleinstkindpädagogik, Dozentin in Erwachsenenbildung

Modul 4 
Gestaltung einer anregenden Umgebung

  • Raumpädagogische Antworten auf die besonderen Entwicklungsbedürfnisse und die Lernlust von jungen Kindern. Welche Bildungsbereiche sind notwendig und umsetzbar?
  • Entdeckendes Lernen im Alltag – anregende Materialien und Ausstattungsideen
  • Draußen sein - was braucht es im Außengelände? Wie kann sich die Bildungsarbeit in den Räumen auch draußen widerspiegeln.
  • Spuren hinterlassen im schöpferisch-gestalterischen Tun - praktische Beispiele und Anregungen zur Atelierarbeit mit Krippenkindern

Referentin: Renate Bölstler

Modul 5
Sprache und Spiel

  • Grundlagen der Sprachentwicklung ab dem ersten Lebenstag
  • Was geschieht vor dem ersten gesprochenen Wort
  • Zur Komplexität der Verbindung von Sprache und Spiel
  • Auffälligkeiten beim Spracherwerb und Sprachentwicklungsstörungen
  • Resonanz und sprachliches Vorbild im täglichen Dialog
  • Sprachlust und Sprachförderung – Praxisbeispiele, Methoden, Angebote und Materialien für die Gestaltung einer sprachanregenden Umgebung im Alltag
    Anregungen zur Erstellung eines Sprachentwicklungsprofils um Kleinstkinder gezielt und individuell zu unterstützen Sprache als Schlüsselkompetenz zu Bildung

Referentin: Mira Mantke, Medizinpädagogin B.A., Erwachsenenbildnerin M.A., Logopädin, Autorin und Dozentin in den Bereichen Sprachentwicklung, Sprachförderung, Sprachtherapie, interkulturelle Pädagogik und Gesprächsführung 

Modul 6 
Transitionen in der Kleinstkindpädagogik und päd. Handeln als Alltagsbegleitung

  • Abschied und Ankunft – Transitionsmodelle von der Eingewöhnung bis zum Übergang 
    in den Kindergarten
  • Übergänge im Tagesablauf – strukturierte Tagesplanung und Rituale als Orientierung
  • Alltag als Programm – Lernen im und durch den All-Tag 
  • Pädagogisches Handeln durch gezielte und geplante Interventionen
  • Regeln und Grenzen – responsive Begleitung und Konfliktassistenz 
  • Partizipation in der Krippe

Referent: Matthias Schäfer, Dipl. Sozialpädagoge, selbstständiger Fachberater, Bildungsreferent, systemischer Coach und Mediator

Modul 7 
Erziehungspartnerschaft gestalten und Abschluss

  • Familienprägung - Familienbilder - Familienrealitäten
  • System Familie - System Kita/Krippe – Erziehungspartner im Dialog 
  • Konstruktive Zusammenarbeit mit Müttern und Vätern
  • Väterliche + mütterliche Qualitäten - Folgen für die Praxis
  • Grenzen in der Zusammenarbeit mit Eltern
  • Mögliche Themen nach Bedarf der Teilnehmenden:
  • Eltern als Experten für ihr Kind …!?
  • Gespräche mit Eltern kompetent führenAuch Eltern lernen – Stärkung der Kompetenzen – Möglichkeiten der Elternbildung
  • Eine offene Haltung entwickeln

Referenten:
Achim Weise, Dipl. Sozialpädagoge, Leiter einer Kindertagesstätte, systemischer Familientherapeut
Thomas Seubert, Erzieher, Leiter einer Kindertagesstätte, individualpsychologischer Berater und Erwachsenenbildner

 

ABSCHLUSS                                                                                                                                                            

Abschluss, Auswertung und Ausblick

  • Auswertung und kollegialer Erfahrungsaustausch – die eigenen Entwicklungsschrittewährend der Weiterbildung darstellen und diskutieren
  • Praxisausblick – wo werden Veränderungen sichtbar, was fehlt?
  • Reflexion der Weiterbildungsreihe und Austausch konkreter Rückmeldungen

Referentin Renate Bölstler

Normalerweise finden die Module präsent statt - aufgrund der sich immer wieder verändernden Corona-Verordnungen, können evt. einzelne Module auch online stattfinden.