Wildnispädagogik ist Teil der Bildung für nachhaltige Entwicklung, weil sie in der Lage ist, Kindern zu zeigen, was wir schützenswert finden und warum. Das Thema Verbindung zur Natur für Kinder im Kindergartenalter gibt Kindern die Erfahrung, dass die sie umgebende Natur an sich einen hohen Wert darstellt und schützenswert ist (SDG 15). Sich in der Natur zurechtzufinden und ihre Ressourcen schonend zu nutzen ist Teil von Umweltbildung und eine gute Voraussetzung für einen nachhaltigen Lebensstil (SDG 12).
Die zu erweiternden Kompetenzen umfassen Sachkompetenz im Erkennen von Pflanzen und auch von Situationen. Sozialkompetenz ist in der Natur deshalb gefragt, weil Kinder in der Natur immer in einer Gruppe unterwegs sein müssen. Selbstkompetenz entsteht mit der Abwägung, was ich als Einzelner der Natur zumuten darf und was nicht. Wer unberührte Natur will, darf sie schließlich nicht betreten. Die Wichtigste Kompetenz in der Natur ist jedoch die verfeinerte Sinneswahrnehmung.
Bei den Methoden kommt mit dem „Coyote Teaching“ eine neue Facette hinzu, die insbesondere das eigenständige Denken fördert. Eigene Gewissheiten werden immer hinterfragt und es wird viel gefragt. Ihr Begründer, ein nordamerikanischer Indigener, hat Fragen nie direkt beantwortet, sondern immer nur darauf hingewiesen, wo man die Antwort suchen muss. Hauptsächlich setzte er auf Nachahmung als Lernmethode. Deshalb ist diese Form der Naturpädagogik der Entwicklung von Kindergartenkindern sehr zuträglich und angemessen.